Plattdeutsches Theaterstück von Erhard Asmus und Olaf Weichert, überarbeitet von Caspar Lahme

Geteilte Freude ist doppelte Freude, sagt ein altes Deutsches Sprichwort. Von dieser Freude sind jedoch Tine und Mine weit entfernt. Sie teilen zwar auch, aber keine Freude sondern den Lindenhof. Diesen hat ihr Bruder ihnen beiden zu gleichen Teilen vererbt. Dabei hat er nicht nur die Felder und Wiesen exakt aufgeteilt, nein auch das Personal und die Wohnung, ja sogar der Tisch in der Küche wurde von der Teilung nicht ausgenommen. Hauptstreitpunkt auf dem Lindenhof ist der Bulldog. Denn den kann man ja nun mal nicht in zwei Teile zerlegen. So wird also täglich um die Nutzung dieses für die Landwirtschaft wichtigen Hilfsmittels gestritten. Da vermögen auch Anna und Anton - die Kinder der beiden Streithähne – wenig auszurichten. Zumal sie sehr mit sich beschäftigt sind, da sie Gefallen an einander gefunden haben. Wenn sie doch nur nicht Vetter und Cousine wären. Zu leiden haben auch der Großknecht Hännes und die Großmagd Frieda unter dem Unfrieden im Haus. Nur Herr Grasmeier, ein mit allen Wassern gewaschener Handelsmann weiß die Situation für sich zu nutzen. Er verdreht Tine den Kopf, macht ihr den Hof und hätte ihr bald ihr ganzes Vermögen abgeschwatzt.

Natürlich geht alles gut. Wie, das wird nicht verraten. Nur so viel: Grasmeier wird bei Jain‘s in der Wirtschaft verhaftet und endet hinter schwedischen Gardinen. Und die Kleinmagd Liesebeth findet am Ende alles ganz romantisch, genauso, wie sie es immer in ihren heißgeliebten Romanen liest.

Auf der Bühne Wiltraud Bange, Markus Pingel und Nina Kaup

Auf der Bühne Wiltraud Bange, Markus Pingel und Nina Kaup

 

Personen und ihre Darsteller:

Tante Mine, Erbin des Lindenhofes

Therese Schmidts

Tante Tine, Erbin des Lindenhofes

Käthe Pingel

Anton, Mines Sohn

Rüdiger Sürig

Anna, Tines Tochter

Nina Kaup

Frieda Munk, Großmagd

Wiltraud Bange

Hännes Sturm, Großknecht

Markus Pingel

Liesebeth, Kleinmagd

Beate Koßmann

Paul Grasmeier, Handelsvertreter

Hans-Alfred Schröder

 

Hinter der Bühne:

Spielleitung

Reinhard Schmidt

Souffleuse

Gisela Schmidt

Maske

Ingeborg Brockmann / Silke Janßen

Bühnenbild

M. Pingel / L- Henke / H. Schröder

Tontechnik

Frank u. Heike Hetteger / Meinolf Lutter

Beleuchtung

Franz-Josef Rickert

Requisite

Gertrud Jösten

Assistenz

Gisbert Schlüter