Plattdeutsches Theaterstück von Erhard Asmus, überarbeitet von Caspar Lahme

Das Lieben bringt groß' Freud' - nicht für Wilhelm Schulte, den Bauern vom Schultenhof; seine Braut, eine vornehme Dame aus der Stadt stößt bei den Hausgenossen und Leuten aus dem Dorf wegen ihres eingebildeten Auftretens auf allgemeine Ablehnung. Selbst der verliebte Bräutigam muss bald erkennen, dass er sich nicht die Richtige ausgesucht hat. Sie kann und will ihm nicht helfen, den völlig verschuldeten Hof zu retten. Da sind sein Großknecht Johann und seine Großmagd Trina aus anderem Schrot und Korn. Sie- würden alles geben, um Haus und Hof vor dem Verkauf an den Grundstücksmakler Speck zu retten und Wilhelm die Augen zu öffnen, damit er sein wahres Glück mit Simone, seiner Kleinmagd, finden könnte.

Doch alles der Reihe nach.

Am Tag nach der Verlobung beginnt die Komödie. Johann hat die ganze Nacht im Schweinestall verbracht und Geburtshelfer für 13 kleine Schweine gespielt. Nun begießt er den Erfolg seines nächtlichen Tuns. Die Großmagd Trina schafft es nicht, ihn an die Arbeit zu kriegen und erliegt bald seinen Versuchungen, doch auch ein Gläschen auf die glückliche Geburt der kleinen "Fickel" zu heben. Erst Simone, die fleißige Kleinmagd setzt dem "Saufgelage" ein Ende. - Wilhelm, der Großbauer, kann die Wünsche seiner frisch verlobten Braut Lore ganz und gar nicht erfüllen, und als er ihr noch gesteht, dass sein Bauernhof völlig verschuldet ist und es in den nächsten Jahren bescheiden zugehen wird auf dem Schultehof , ist die große Liebe bald am Ende, und Lore verlässt ihren Bräutigam auf der Stelle. Über diesen ziehen sich nun dunkle Wolken zusammen. Alle Welt scheint sich gegen ihn verschworen zu haben. Er erkennt nicht, wer es gut mit ihm meint. - Simone und Trina versuchen mit Hilfe des Suchdienstes vom Roten Kreuz ihre Angehörigen, die sie in den Kriegswirren verloren haben, zu finden und machen sich gegenseitig Mut, die Hoffnung nicht aufzugeben. - Als dann der Grundstücksmakler Speck auftaucht und Wilhelm alle Schuldscheine präsentiert, scheint die Katastrophe perfekt. Johann und Trina sind in der höchsten Not bereit, ihre Ersparnisse zum Kauf eines kleinen Kottens auszugeben, um wenigstens ein Dach über dem Kopf zu haben. Doch soweit kommt es dann doch nicht - Dank der verdrehten Verwandtschaft. Wer aber mit wem verwandt ist oder wird und wer bekommt wen zum Schluss?

Josef Schröder, Elly Koßmann, Franz-Josef Schmücker, Beate Koßmann, Käthe Pingel, Gisbert Schlüter, Berni Jösten und Nina Kaup in "De verdräggete Verwandskop"

Josef Schröder, Elly Koßmann, Franz-Josef Schmücker, Beate Koßmann, Käthe Pingel, Gisbert Schlüter, Berni Jösten und Nina Kaup
in "De verdräggete Verwandskop"

 

Personen und ihre Darsteller:

Wilhelm Schulte, Bauer

Franz-Josef Schmücker

Johann Brusbort, Großknecht

Gisbert Schlüter

Trina Puck, Großmagd

Käthe Pingel

Simone, Kleinmagd

Nina Kaup

Lore, Stadtfräulein

Beate Koßmann

Hermann Klausen, Jungbauer

Josef Schröder

Jule, Zeitungsfrau

Elly Koßmann

Adalbert Speck, Grundstücksmakler

Berni Jösten

 

Hinter der Bühne:

Spielleitung

Reinhard Schmidt

Souffleuse

Gisela Schmidt

Maske

Ingeborg Brockmann

Bühnenbild

H. Schröder / B. Jösten

Tontechnik

Frank Hetteger / Reinhard Kersting

Requisite

Gertrud Jösten

Assistenz

Gisbert Schlüter